Mittwoch, 1. Januar 2014

Flexibel sein soll sich in Deutschland auch lohnen

Ab dem 1. Januar können sie beim Finanzamt höhere Beiträge als Sonderausgaben geltend machen. Und wer eine beruflich bedingte Zweitwohnung nutzt, wird diese einfacher absetzen können. Diese und andere wichtige Änderungen für Steuerzahler im Überblick:

Regelmäßige Arbeitsstätte: Arbeitnehmer, die an mehreren Standorten ihres Unternehmens tätig sind, sollten mit ihrem Arbeitgeber klären, welcher ihr erster Einsatzort ist.


Der Grund
: Während das Finanzamt bislang die "regelmäßige Arbeitsstätte" als Bezugspunkt für die Berechnung der Entfernungspauschale angesetzt hat, wird dies ab Januar 2014 an der "ersten Tätigkeitsstätte" festgemacht.

Wie oft und in welchem Umfang der Arbeitnehmer dort arbeitet, spielt keine Rolle, solange er dem Standort "dauerhaft zugeordnet" wird. Dauerhaft heißt, während des gesamten Vertragsverhältnisses oder länger als 48 Monate. Wer von seiner Wohnung zu anderen Einsatzorten als seiner "ersten Tätigkeitsstätte" fährt, kann künftig jedes Mal die Hin- und Rückfahrt mit 30 Cent pro Kilometer ansetzen - also sehr viel höhere Beträge als bislang.



 Zweitwohnung:


Die Kosten für eine Zweitwohnung am Arbeitsort können vereinfacht steuerlich geltend gemacht werden. Bisher orientiert sich das Finanzamt an den Kosten für eine 60 Quadratmeter große Wohnung mit durchschnittlicher ortsüblicher Miete, erklärt die Bundessteuerberaterkammer.


Den Nachweis dafür zu erbringen, ist mitunter mit hohem Rechercheaufwand verbunden.


Ab 2014 entfällt das Ermitteln ortsüblicher Vergleichskosten. Die tatsächlichen Aufwendungen für eine zusätzliche Unterkunft bei doppelter Haushaltsführung können dann bis zu einem Höchstbetrag von 1000 Euro im Monat steuermindernd angesetzt werden.


 Dieser Betrag umfasst allerdings alle Kosten, die mit der Wohnung zusammenhängen, also Miete inklusive Betriebskosten und Miet- oder Pachtgebühren für Kfz-Stellplätze, die vom Mieter nachweislich bezahlt wurden


- Petra Schmidt pixelio Photo

Mittwoch, 6. November 2013

Die Serie an Finanzmarkt-Manipulationen ist politisch hochgradig brisant

Die Flut an juristischen Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit Manipulationen der Finanzmärkte ist schlichtweg erschreckend.

Sie gibt nicht nur tiefe Einblicke in die zersetzte Moral, die in der Hochfinanz um sich gegriffen hat, sie raubt den Bürgern beiderseits des Atlantiks auch das letzte Fünkchen Vertrauen in die Branche. Dabei handelt es sich übrigens um dieselben Akteure, die durch das, wissentliche Aufblähen der US-Immo-Blase im vorigen Jahrzehnt die Weltwirtschaft an den Rand des Abgrunds manövriert haben.

Nach den Manipulationen der Referenzzinsen Libor und Euribor oder der britischen Strompreise steht nun also auch der Vorwurf betrügerischen Vorgehens von großen Ölgesellschaften im Raum: Über ein Jahrzehnt sollen diese den Preis der Ölsorte Brent als lukrativen Spielball genutzt haben und - selbstverständlich unter Zuhilfenahme einer großen Wall-Street-Bank - diesen nach Gutdünken künstlich in die jeweils gewünschte Richtung getrieben haben.

Sollten sich die Vorwürfe erhärten, muss sich die zuständige Aufsichtsbehörde unangenehme Fragen gefallen lassen, wie unter ihren offenbar nicht allzu wachsamen Augen Derartiges hat geschehen können.

Damit ist es aber längst nicht getan, denn die nicht enden wollende Serie von Finanzmarktmanipulationen trägt inzwischen schon politischen Sprengstoff in sich.

Die Regierungen sind im Eigeninteresse gefordert, sich diesem unangenehmen Thema zu stellen und es einer glaubhaften Lösung zuzuführen, um Derartiges künftig zu unterbinden - und zwar, bevor die Bürger ihre Wut auf die Banken zu den Wahlurnen tragen. Dass es sich damit hervorragend auf Stimmenfang gehen lässt, zeigt sich in Ungarn, wo die Banken, darunter auch österreichische Vertreter, von der Regierung unter Ministerpräsident Viktor Orban hart angefasst werden.

In Österreich sind die Wahlen gerade geschlagen - und schon steht ein neues Sparpaket im Raum. Selbstverständlich wegen der Hilfen für die notverstaatlichten Banken, die sich immer stärker als Fass ohne Boden erweisen. Es wäre wenig verwunderlich, würden auch heimische Populisten künftig verstärkt Anti-Banken-Wahlkämpfe führen - und regen Zulauf erhalten. Ob das gut ist für das Land, steht freilich auf einem anderen Blatt.



   WirtschaftsBlatt Medien GmbH

Donnerstag, 22. November 2012

Gehälter Luxemburger Politiker

diese Tabelle wurde uns zwecks Veröffentlichung zugeschickt. (Quelle Privat)
Ist doch einfach TOP oder doch FLOP? naja, hängt ja auch von der Sichtweise ab.-)

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Montag, 20. August 2012

Auslagerung des Denkens auf Maschinen schadet dem Gehirn


''Internet macht dumm''

Unsere geistige Leistungsfähigkeit nimmt ab, weil wir zu häufig digitale Medien nutzen. Mit dieser Gesellschaftskritik lässt der renommierte Gehirnforscher Manfred Spitzer in seinem bei Droemer erschienenen Buch "Digitale Demenz - wie wir uns und unsere Kinder um den Verstand bringen" aufhorchen.


Im pressetext-Interview legt der ärztliche Leiter der Psychiatrischen Universitätsklinik Ulm http://www.uniklinik-ulm.de dar, wie Internet, Konsolen, Smartphones und Co das Gehirn schädigen.



pressetext: Praktisch jeder ist heute online, dank Smartphone sogar ständig. Sie machen eine Krankheit daraus und nehmen viel Gegenwind in Kauf. Wofür?


Spitzer: Ich pathologisiere nicht, sondern stelle fest: Wo es Wirkungen gibt, sind auch Risiken und Nebenwirkungen. Digitale Medien erledigen geistige Arbeit für uns und nehmen uns das Denken ab, ähnlich wie uns das Auto körperliche Arbeit abnimmt.

Als Neurowissenschaftler weiß ich, dass man völlig ausschließen kann, dass das keine Auswirkungen auf das Gehirn hätte. Genauso wie unser Körper durch die passive Lebensweise nun auf Joggen und Fitness-Center angewiesen ist, ist auch das Gehirn ein dynamisches Organ, das bei ausbleibendem Input verfällt.


pressetext: Wo wird für Sie dieser Verfall sichtbar?


Spitzer: Google macht uns weis, dass es über jegliche Information verfügt, die man nur suchen muss. Studien belegen aber, dass jemand gegoogelte Inhalte mit geringerer Wahrscheinlichkeit im Gehirn abspeichert als jemand, der sie auf andere Weise sucht.

Oder etwa bei der Orientierung: Wir lagern sie an das Navigationsgerät im Auto aus - und dürfen uns nicht wundern, dass wir selbst immer schlechter navigieren. Ähnliches gilt für Geburtstage, Telefonnummern, Kopfrechnen oder die Rechtschreibung. Passiert weniger im Gehirn, lernt man weniger, und die Gehirnwindungen bilden sich weniger aus.


pressetext: Aber was hat das mit Demenz zu tun?

Spitzer: Demenz heißt Abstieg. Steigt man von der Spitze eines Berges herab, so dauert das umso länger, je höher der Berg ist. Ebenso entscheidet sich auch der Zeitpunkt des Einsetzens einer Demenzerkrankung dadurch, wie gut die Bereiche des Gehirns zuvor durch die ständige Nutzung ausgebildet und trainiert wurden. Wer hier wenig hat, verliert es früher.

Zudem beschleunigen die Medien den Abstieg: Indem Maschinen etwa Updates selbst vornehmen oder E-Mails, Postings und SMS sofortige Reaktion erfordern, sind wir nicht mehr Herr über unser Tun. Diese Kontrollabgabe führt zu Stress, der wiederum Nervenzellen im Gehirn absterben lässt.



pressetext: Computer, Internet und Smartphones nutzt heute jeder. Werden wir deshalb schon alle dement?


Spitzer: Die Bezeichnung "Digitale Demenz" haben Kollegen aus Korea 2007 zur Beschreibung eines Phänomens eingeführt, das sich seither noch zugespitzt hat: Junge Erwachsene konzentrieren sich immer weniger, merken sich nichts mehr, haben Probleme mit dem Lesen von Texten, sind müde und motivationslos und stumpfen emotional ab.


Da die Betroffenen angaben, Computer und Internet exzessiv zu nutzen - Korea ist das Land mit der wahrscheinlich höchsten Mediatisierung überhaupt - haben die Ärzte einen kausalen Zusammenhang hergestellt.



pressetext: Drohen uns koreanische Verhältnisse?


Spitzer: In Koreas junger Generation sind heute zwölf Prozent internet- und computersüchtig, haben also ernste Probleme damit, längere Zeit offline zu gehen. In Deutschland laut dem Suchtbeauftragten der Bundesregierung drei bis vier Prozent, wobei 250.000 als süchtig und 1,4 Mio. als Risikofälle gelten.

Das sind sehr viele junge Menschen, die am liebsten 18 Stunden pro Tag im Web wären und ihr Leben dabei nicht in Griff haben. Das ist schlimm für die Zukunft eines Landes und fatal für die Betroffenen selbst, wie ich aus entsprechenden Erfahrungen mit meinen Patienten gelernt habe.


pressetext: Wie wirkt sich das auf die Lebensführung aus?


Spitzer: Eine Stanford-Studie zeigt, dass acht- bis zwölfjährige Mädchen sieben Stunden pro Tag online sind, doch nur zwei Stunden mit anderen Mädchen realen Kontakt haben - im Schnitt! Bei uns verbringen Jugendliche täglich doppelt so viel Zeit mit Medien als mit dem gesamten Schulunterricht.

Als Folge werden wir oberflächlicher, gehen Dingen weniger auf den Grund, zudem wuchern Aufmerksamkeitsstörungen und Vereinsamung, da direkte Sozialkontakte durch Social Media abnehmen.

Längst keine Ausnahme mehr sind Pärchen im Restaurant, bei dem jeder per Smartphone twittert, wie toll doch das Rendevouz ist. Miteinander kommunizieren die beiden jedoch kaum - das Rendevouz findet gar nicht statt.



pressetext: Manche meistern den Umgang mit Medien also weniger gut als andere. Wer gehört zur Problemgruppe der Süchtigen?

Spitzer: Die üblichen Randgruppen aus prekären Verhältnissen leiden am meisten darunter, denn sie verbringen heute statistisch gesehen die höchste Stundenanzahl mit digitalen Medien. Das ist jedoch brisant: Medien bringen nicht den Ausgleich, wie oft behauptet wird, sondern verstärken bestehende Ungleichheiten und wirken dadurch unsozial statt sozial.

Die Gesellschaft müsste dies dringend mehr reflektieren, denn sie hat bisher noch gar nicht gelernt, mit den resultierenden Problemen umzugehen, zu denen sich Studien aus der Neurowissenschaft längst häufen.


pressetext: Inwiefern ist die Politik für diese Erkenntnisse hellhörig?


Spitzer: Gar nicht, da sie eine unheilige Allianz mit den Medien eingegangen ist. Intendanten werden durch die Politik bestimmt und Politiker unterliegen den Medien dahingehend, dass kritische Einstellung zur medialen Ächtung führt. Enquetes laden ausschließlich Experten ein, die von Medienunternehmen-gesponserten Medieninstituten stammen.

Das erklärt, warum sie dann empfehlen, dass jeder Schüler einen Laptop haben soll, obwohl wir wissen, dass der dem Lernen mehr schadet als nutzt. Dass ausgerechnet die Bundesanstalt für gesundheitliche Aufklärung die Playstation zur Förderung der Medienkompetenz empfiehlt ist ein Skandal, denn eine Playstation im Jugendzimmer verschlechtert die Schulnoten nachweislich.

Ebenso skandalös ist die Verleihung eines hochdotierten Preises für ein Ballerspiel durch den Kulturstaatsminister.


pressetext: Wie wird man kompetent im Umgang mit Medien?


Spitzer: Der Vergleich mit dem Alkohol drängt sich auf: Nicht durch Einübung, sondern durch längstmögliches Fernhalten von ihm eignet man sich den gesündesten Umgang an. Dasselbe gilt für Medien: Sie erfordern ein Vorwissen an Fakten und Erfahrungen, das außerhalb der Medien entstand.

Ein Kind sollte seine Umwelt nicht zuerst über Tablet und Smartphone ansehen, sondern sie selbst begreifen, fühlen, erleben und handeln. Die Motorik nimmt ein Drittel des Gehirnvolumens ein. Bewegt man nur die Maus, so wird dieses Drittel zum Lernen und später zum Denken nicht benutzt.


pressetext: Was sollte die Schule tun, was die Eltern?



Spitzer: Schulen sollten für gute Bildung sorgen, jedoch ohne digitalen Medien. In Kindergarten und Grundschule haben Computer und Internet nichts verloren. Statt in Laptopklassen sollten die Schulen lieber in Lehrer investieren, da Bildung Personen braucht, zu der eine Beziehung aufgebaut wird.

Medienpädagogik ist etwa so sinnvoll wie Alkoholpädagogik - beides macht süchtig und brauchen wir nicht. Eltern rate ich deshalb, den Medienkonsum der Kinder auf ein notwendiges Minimum zu beschränken.


pressetext: Danke für das Gespräch!



Johannes Pernsteiner

Donnerstag, 3. Mai 2012

Gehaelter der Werbebranche

In der Werbebranche verdient man laut den neuesten Statistiken gar nicht schlecht. Wie jedoch in vielen anderen Jobs auch liegen die ausgezahlten Gehälter der Frauen noch deutlich unter der von ihren männlichen Kollegen. Nicht selten klafft die Lücke hier bis zu 5000 Euro.


Doch auch wenn es hier eine große Lücke gibt, sind die monatlichen Zahlungen doch wesentlich höher als in anderen Branchen. Das liegt sicherlich nicht zuletzt daran, dass die Werbung in diesen Tagen Hochkonjunktur feiert. Jede Firma, jedes Unternehmen, welches etwas auf sich hält, sucht sich die Profis aus der Werbebranche, um für das eigene Geschäft möglichst dass Beste herauszuholen.

Den sehr interessanten Bericht finden Sie unter dieser URL Werben und Verkaufen W&V




Schaut man sich das Angebot von einer Vermarktungs- Agentur, das uns zugespielt wurde mit allen Details) an,  kann man dies auch verstehen.


Denn vom Endbetrag der da steht geht nochmals 50% runter für einen Publisher! und man kann froh sein wenn dann nicht noch das beruehmte Wort "kick back" faellt., dh nachdem die Provisionen ja eingerechnet sind!!! und nicht etwa als Bezahlung!!! Wie einige dann auch gerne behaupten!
 (Wer nicht weiss was es bedeutet, googeln hilft)